Willkommen

Fossilien zählen zu den wichtigsten Zeugen der Erdgeschichte. Neben mehreren Tausend Mikro- und Makrofossilien (vor allem Mollusken) sowie etwa 12.000 pleistozänen Wirbeltieren aus den Karsthöhlen der Frankenalb, verfügt das Institut für Paläontologie über eine seit Jahrzehnten aufgebaute, weltweit einzigartige Sammlung von mehreren tausend Karbonatdünnschliffen. In den Geowissenschaften ist Erlangen weithin bekannt für die sogenannte „Karbonat-Mikrofaziesanalyse“, die mikroskopische Untersuchung von Kalkgesteinen. Diese sind nicht nur für die Grundlagenforschung wichtig, um etwa Aussagen über das Klima der Vergangenheit treffen zu können, sondern beispielsweise auch für die tiefe Geothermie oder Kohlenwasserstoffexploration, da Karbonatgesteine hierfür wichtige Speichergesteine darstellen. Im Rahmen des Projekts „Objekte im Netz“ wird ein repräsentativer Teil dieses bedeutenden Bestandes der Forschung digital zugänglich gemacht.

Neben diesem sehr speziellen Konvolut ist auch der größte Teil der Fossiliensammlung mittlerweile elektronisch in der Paleobiology Database abrufbar. Die zahlreichen Ammoniten, Muscheln und Schnecken dieser Sammlung haben weitgehend regionalen Bezug und entstammen meist heute nicht mehr zugänglichen Lokalitäten.

Die dritte bedeutende Teilsammlung umfasst die pleistozänen Wirbeltiere, die bereits digital erfasst ist. Für die Zukunft ist geplant, auch diesen Bestand digital zugänglich zu machen.