Graphische Sammlung

Die Graphische Sammlung der FAU - Die Markgräfliche Sammlung

In der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg werden knapp 7.000 Handzeichnungen, Kupferstiche, Radierungen und Holzschnitte des 14. bis 18. Jahrhunderts aus dem Besitz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach aufbewahrt. Die Zeichnungen und Graphiken wurden seit dem 16. Jahrhundert in Nürnberg zusammengetragen und gelangten vermutlich Ende des 17. Jahrhunderts in den Besitz der Ansbacher Markgrafen.

Ab 1769 wurden die Fürstentümer Bayreuth, zu dem Erlangen gehörte, und Ansbach von Markgraf Alexander von Brandenburg-Ansbach-Bayreuth regiert. Nach seiner Abdankung im Jahre 1791 fielen die beiden Fürstentümer an den preußischen König. Friedrich Wilhelm III. machte im Jahr 1805 den Bestand der Ansbacher Schlossbibliothek der Universität Erlangen zum Geschenk. Neben circa 12.000 Büchern kamen so die rund 1.700 Handzeichnungen, 4.000 Kupferstiche und Radierungen sowie 1.000 Holzschnitte nach Erlangen.

Aus Deutschland sind fast alle großen Meister des 16. Jahrhunderts in der Sammlung vertreten. Allein von Dürer besitzt die Universitätsbibliothek die „Apokalypse“ sowie die „Kleine“ und die „Große Passion“, nicht zu vergessen die große Anzahl der von Dürer beeinflussten Nürnberger Kleinmeister wie Hans Sebald und Barthel Beham, Virgil Solis, Georg Pencz und Erhard Schön. Besonders hervorzuheben ist der berühmte „Totentanz“ von Hans Holbein d.J. sowie Blätter von Albrecht Altdorfer, Jost Amman und Lucas Cranach d.Ä. bzw. d.J.

Bei den Kupferstichen und Radierungen dominieren die deutschen und niederländischen Blätter. Sehr zahlreich sind Stiche aus dem Dürerkreis, darunter allein 75 von Dürer selbst, nicht gerechnet die Kopien seiner Werke.

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Albrecht Altdorfer: Das Urteil des Paris, 1511, Signatur: H62/AH 13

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