Schlitteninduktorium, Schlitteninduktor, 2015-60

Inventarnummer
2015-60
Bezeichnung/Titel
Schlitteninduktorium
Objektart
Schlitteninduktor
Beschreibung

ähnlich zu Objekt 2015-59; 2015-61

Das Schlitteninduktorium wurde von Emil du Bois-Reymond um 1862 für elektrische Reizversuche an Nerv und Muskel entwickelt.Es diente der Darstellung elektrischer Muskel- und Nervenreize, sowie den Phänomenen der bioelektrischen Muskelkontraktion, in der Physiologie und Medizin. Das Gerät besteht aus einem Schlitten, einer Primär- und einer Sekundärspule. Die Sekundärspule wird mittels der Schlittenführung über die Primärspule geschoben. Mithilfe eines Stromflusses in der Primärspule entsteht ein Magnetfeld, das in der Sekundärspule einen Reizstrom auslöst. Das Einschieben von dünnen Eisendrähten in die Primärspule verstärkt den Induktionsfluss. Damit kann eine Veränderung der magnetischen Kopplung und der Induktionsspannung erzeugt werden. Der Versuchsaufbau lässt sich durch den Abstand von Primär- und Sekundärspule variieren. Hermann von Helmholtz ergänzte das Induktorium, in dem er 1862 einen Wagnerschen Hammer in Reihe zur Primärspule schaltete. Emil du Bois-Erymond veröffentlichtete seine Erkenntnisse 1875 in seinen „Gesammelten Abhandlungen zur allgemeinen Muskel- und Nervenphysik“. 

Bei dem vorhandenen Gerät handelt es sich vermutlich um einen konventionellen Nachbau.

Herstellung
Herstellungsdatum
1870-1950 [1870-01-01 bis 1950-12-31]
Material
Metall
Holz
Inhaltliche Entstehung
Helmholtz, Hermann von (1818-1896 [1818-11-07 bis 1896-12-26])
Maßangaben
Gewicht: 2,174 kg, Höhe: 14,5 cm, Länge: 9 cm, Breite: 57,5 cm
Sammlung
Medizinische Sammlung
Provenienz
Übernahme, von FAU Erlangen-Nürnberg, Medizinische Fakultät, Institut für Physiologie an FAU Erlangen-Nürnberg, Medizinische Sammlung (2015-06-25 [2015-01-01 bis 2015-12-31])
Literaturvermerk
Bartsch, Peter, Draguhn, Andreas, Dierg, Sven, Winau, Rolf: Historische Instrumentensammlung. Charité Universitätsklinikum der Humboldt-Universität zu Berlin, 72
(Katalog Heidelberg), Nr. 301